In der letzten Andacht vor dem Sommer gab Dekan Gabriel uns einige sehr wertvolle Gedanken zum Thema Gebet mit auf den Weg.
Wir beschäftigten uns dabei näher mit der Bibelstelle, in der Jesus den Schwestern Martha und Maria nach dem Tod ihres Bruders Lazarus begegnet. Die Schwestern hatten Jesus eine Nachricht geschickt, dass Lazarus krank ist, doch Jesus geht nicht gleich nach Bethanien, sondern erst nach einiger Zeit, und Lazarus ist bereits verstorben. Martha sucht Jesus am Stadtrand auf und sagt: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben!“ und deutet an, dass Jesus etwas tun solle, um alles wieder gut zu machen. Jesus erklärt ihr, dass er die Auferstehung und das Leben ist, rührt sich aber nicht von der Stelle, und Martha geht nach Hause, um ihre Schwester Maria zu holen. Maria sagt zu Jesus ein- und denselben Satz: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben!“. Sie spricht also genau dasselbe Gebet wie ihre Schwester, weint bitterlich, und als Jesus in ihr Herz sieht, spürt er ihren Schmerz und lässt sich schnell an Lazarus‘ Grab führen, um ihn von den Toten aufzuerwecken.

